WOHNGRUPPEN

Lebensorte

Seit 2016 bieten wir bedarfsgerechte Unterbringungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche an, die aus verschiedensten Gründen nicht bei ihren Familien leben können.

Aktuell betreuen wir in mehreren Wohngruppen in Nordrhein-Westfalen 25 Jugendliche mit unterschiedlichen pädagogischen Schwerpunkten. Innerhalb der Gruppen bieten wir den jungen Menschen einen Lebensort, der auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist, sie bestmöglich fördert und ein hohes Maß an Partizipation und Teilhabe ermöglicht.

Die Heimspiel Jugendhilfe setzt bei klar strukturierten Vorgehensweisen von der Clearingphase, umfassenden Hilfeplanung bis hin zur Prozessgestaltung mit zeitnaher Adaption an aktuellen Entwicklungsprozessen und Bedarfen an.
Dies stellt die notwendige Entwicklungskontinuität in der oft kurzen Verweildauer des Jugendlichen sicher und ermöglicht einen Übergang in eine möglichst lebensweltnahe Situation. Es gilt der Grundsatz: „So viel Normalität wie möglich, so viel Betreuung wie nötig“.

Unsere Teams bieten sprachliche und fachliche Vielfalt und entwickeln bestehende pädagogische Konzepte in den Themenfeldern Bildung, Sport und Gewaltprävention kontinuierlich weiter. Unsere multidisziplinären Netzwerke unterstützen die Arbeit in der Konzeptentwicklung und vor Ort.

Alle durch uns betriebenen Einrichtungen setzen einen Schwerpunkt auf jugendgerechtes Wohnen mit einem Maximum an Mitgestaltungsmöglichkeiten für die Betreuten.
Accordion Sample Im Juli 2016 eröffnete die Heimspiel gGmbH in Wesseling die erste Wohngruppe als Regelgruppe nach § 34 SGB VIII nachdem wir in der Akutsituation 2015 eine Notunterkunft für die Stadt Köln mit 40 unbegleiteten minderjährigen Ausländern geleitet haben.

Heute leben in Wesseling acht Jugendliche aus unterschiedlichen Teilen der Welt. Schwerpunktmäßig steht für die Wohngruppe Wesseling die Integration der Jugendlichen in ihre neue Lebenswelt im Vordergrund, welche durch Spracherwerb, die Förderung schulischer Abschlüsse, die Suche nach Ausbildungsplätzen, als auch die Vermittlung von Softskills im Umgang mit gesellschaftlichen Normen und Werten gefördert wird.

Ebenso flankieren wir die Jugendlichen in ihren Asylverfahren, bieten die notwendige Unterstützung in Krisen und vermitteln über unseren psychologischen Dienst weitere, ggf. therapeutische Hilfen.

Ansprechpartnerin: Navin Demircigil
Die Wohngruppe “Klösterchen“ in Troisdorf Bergheim wurde im Mai 2016 im Rahmen einer Initiative des Jugendamtes Troisdorf ins Leben gerufen um insgesamt 16 Jugendlichen eine Möglichkeit zu eröffnen, aus der als Notunterkunft eingerichteten Turnhalle in eine adäquate Wohnform zu wechseln. Bedingt durch die große Anzahl an Jugendlichen wurden binnen kurzer Zeit zwei weitere Häuser bezogen und die Jugendlichen entsprechend verteilt.

Seit August 2017 ist das “Klösterchen“, ein ehemaliges Schwesternwohnheim der Gemeinde St. Lambertus, mit zehn Jugendlichen belegt. Ziel ist es, voraussichtlich Mitte 2018, mit dann 8 Jugendlichen die Unterkunft in eine Regelgruppe nach § 34 SGB VIII umzuwandeln.

Die Bewohner stehen alle kurz vor der Vollendung des 18. Lebensjahres, deshalb liegt der Fokus, neben der Integration in ihren neuen Lebensraum, auf der Verselbstständigung.

Ansprechpartnerin: Dagmar Bauhof
KÖLN-EHRENFELD

Nachtkwartier

 
Das Nachtkwartier in Köln Ehrenfeld ist eine Notschlafstelle zur Abwendung von Obdachlosigkeit. Sie wendet sich an nicht mitwirkungsbereite männliche Jugendliche von 15 bis 18 Jahren die von Obdachlosigkeit bedroht sind. Die Jungen werden tagesaktuell durch das Jugendamt der Stadt Köln zugewiesen.

Im Besonderen sind dieses junge Männer,

  • die sich der bisher angedachten Hilfe entziehen
  • die unter Umständen nur eingeschränkte Möglichkeiten haben, sich auf ein pädagogisch/therapeutisches Angebot einzulassen
  • die in Köln bei anderen Notunterkünften mit Hausverboten belegt sind und eine hohe Affinität zu gewalttätigem und grenzverletzendem Verhalten aufweisen
  • die bedingt durch polytoxischen Konsum starke Verhaltensauffälligkeiten zeigen

Die Notschlafstelle ist zwischen 20:00 Uhr und 08:00 an sieben Tagen in der Woche geöffnet und hält vier Plätze vor. Das Team vor Ort setzt sich ausschließlich aus erfahrenen Mitarbeitern mit speziellen Kenntnissen in der Deeskalation und Krisenintervention zusammen und pflegt eine enge Kooperation mit dem Präventionsprojekt „klarkommen!“

Ansprechpartner: Thorsten Heck